Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

Aussehen

Der Reiskäfer ist kleiner als der Kornkäfer (ca. 3 mm lang) und benötigt mehr Wärme. Er kann an den länglichen Einstichen im Halsschild und an den vier unklar umgrenzten orange-farbenen Flecken auf den Flügeldecken erkannt werden. Der Reiskäfer ist flugfähig. Die Larven sind, wie auch beim Kornkäfer, weißlich und engerlingsartig geformt.

 

Entwicklung

Das Weibchen legt bis zwischen 300 und 550 Eier in Reiskörner. Die Larven leben geschützt im Innern und die Entwicklung ist bei optimalen Bedingungen von 27° C sehr schnell nach ca. 26 Tagen beendet. Eine Larvenentwicklung ist außerhalb der Getreidekörner nicht möglich.

 

Vorkommen und Bedeutung

Der Reiskäfer ist in den Tropen und Subtropen als der übelste Schädling an Getreide bekannt. Er ist über die ganze Welt verbreitet und kann auch in unseren Breiten erhebliche Schäden anrichten. Schäden werden an Reis, Erbsen, Cashewnüssen, Buchweizen, Baumwollsamen und an Getreideprodukten angerichtet. Erwachsene Käfer fressen auch Mehl, Dauergebäck, Weißbrot und Tabak. Es ist heute nicht ungewöhnlich, dass er auch im Küchenschrank auftaucht. Die Brutstätte ist meist eine Tüte mit Reis.

 

Gegenmaßnahmen

Im Haushalt reicht das Aussortieren befallener Produkte mit anschließender Reinigung der Regale und Küchenschränke. Umher kriechende Reiskäfer im Wohnbereich sind durch Aufsaugen zu entfernen. Durch die Lagerung von Lebensmitteln bei kühlen Temperaturen (unter 13° C ) kann einem Befall vorgebeugt werden. Getreidevorräte, in denen sich Reiskäfer entwickeln, müssen mit Phosphorwasserstoff begast werden (Achtung: es gelten besondere gesetzliche Bestimmungen). Mit anderen Bekämpfungsmitteln werden die Larven, die im Inneren der Körner leben, nicht erfasst.

 

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