Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Speicher- oder Kakaomotte (Ephestia elutella)

Kakaomotte-e1656910069602

Inhaltsverzeichnis

Speichermotte (Ephestia elutella) – die wichtigsten Infos zur Erkennung & Bekämpfung

Die Speichermotte zählt zu den so genannten Vorratsschädlingen. Sie kommt bevorzugt in großen Unternehmen vor, die Getreide produzieren oder verarbeiten. Beim Kauf der Lebensmittel gelangt die auch als Mehlmotte bezeichnete Speichermotte in die Privathaushalte. Dort kann sie große materielle Schäden anrichten. Aufgrund ihrer Auswirkung und ihrer raschen Verbreitung ist eine rechtzeitige Beseitigung der Speichermotte angebracht. Dafür ist es wichtig, das Insekt eindeutig zu identifizieren. Schließlich gibt es andere Lebensmittelmotten, deren Aussehen schnell zu Verwechslungen mit der Speichermotte führen kann. Nach der eindeutigen Zuordnung tragen am besten biologische Maßnahmen zur zielgerichteten Bekämpfung der Speichermotte bei.


Wissenswertes über die Ephestia elutella: Was ist die Speichermotte und was zeichnet sie aus?

Die Speichermotte findet man im Lexikon unter dem Namen Ephestia elutella. Gelegentlich liest man auch die Bezeichnung Kakaomotte. Ursprünglich stammt die Speichermotte aus südlichen Gefilden. Dort herrscht das für sie optimale Klima vor, um sich ernähren und fortpflanzen zu können. Aufgrund des globalen Austauschs von Waren gelangte die Ephestia elutella zunächst in den Mittelmeerbereich. Nur kurze Zeit später führte der Ausbau der Handelsbeziehungen zum ersten Auftreten der Kakaomotte innerhalb von Nordamerika. Ihre Anpassungsfähigkeit befähigt die Motte mittlerweile dazu, überall zu überleben. In Deutschland kommt sie vorzugsweise im Außenbereich vor. Ihre Nahrungssuche führt sie jedoch immer häufiger in die Häuser. Die Motte selbst tritt als Mehlmotte, als Tropische Speichermotte und als übliche Speichermotte in Erscheinung. Alle ähneln sich hinsichtlich ihrer Optik. Die Larven der Tiere unterscheiden sich kaum, sodass eine eindeutige Zuordnung der Tiere zu den Speichermotten schwer möglich ist.


Das Aussehen der Larven

Die Larve der Speichermotte lässt sich eindeutig von anderen Raupen unterscheiden. Über ihren ganzen Körper verteilen sich feine Punkte. Diese sind in regelmäßigen Abständen vorzufinden. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen Mehlmotte, Speichermotte und der Tropischen Speichermotte. Auch in puncto Größe der Larven ist diese nahezu identisch.

Im Larvenstadium hat die Ephestia elutella eine Größe von bis zu 15 mm. Ihr Körper ist meist rosafarben, wobei er auch eine weiße oder gelbliche Oberfläche aufweisen kann. Die Farbe hängt nicht von der Art des Tieres ab, sondern wird durch die Nahrungsquelle der Speichermottenlarven bestimmt. Wer genau hinsieht, bemerkt ein paar Haare auf dem Larvenkörper. Sie sind nicht regelmäßig und weisen keine dichte Struktur auf. Der Kopfbereich unterscheidet sich maßgeblich vom restlichen Körper. Sämtliche Larven von Speichermotten haben einen dunklen, klar abgegrenzten Kopfbereich. Eine ähnliche Färbung besitzt der Hinterleib der Ephestia elutella.


Das Aussehen ausgewachsener Tiere

Ausgewachsene Speichermotten haben mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen. Insgesamt können sie unter idealen Bedingungen eine Körperlänge von 14 mm erreichen und sind dann mit dem menschlichen Auge deutlich sichtbar. Kleinere Exemplare haben eine Körperlänge von 8 mm. Aufgrund des Längenunterschieds bei Lebensmittelmotten dieser Art gibt es Schwankungen bei der Spannweite der Flügel. Diese liegt zwischen 11 und 27 mm.

Die Oberfläche der Motten zeigt bei gewissem Lichteinfall eine glänzende Schicht. Im unteren Bereich der Flügel setzen sich Fransen ab. In Abhängigkeit davon, ob es sich beim ausgewachsenen Tier um eine Mehlmotte, eine Speichermotte oder um die Tropische Speichermotte handelt, kann es bezüglich des Flügelaufbaus, der Zeichnung der Körperoberfläche und der Gesamtgröße des Tieres geringe Unterschiede geben.

 

Fortpflanzung und Entwicklung der Speichermotte

Speichermotten können während ihrer Lebenszeit bis zu 500 Eier legen. Pro Jahr ist es dem weiblichen Tier der Speichermotten möglich, zwei Generationen zur Entwicklung zu bringen. Im Herbst gehen die ausgewachsenen Raupen in die so genannte Diapause über. In dieser verbleiben die Tiere während des Winters. Im folgenden Frühjahr setzt ein Wanderprozess ein. Die Insekten suchen instinktiv nach einem geschützten Raum, um sich zu verpuppen. Je nach Generation können die vollständig ausgebildeten Falter bis zum November hineinfliegen.


Lebensweise und Lebensdauer

Während ihrer Zeit als Larven ernähren sich Speichermotten von trockenen Getreideprodukten. Vorzugsweise haben sie es auf Nüsse, Kakao, Weizen, Soja und Erbsen abgesehen. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Individuen der Ephestia elutella innerhalb des Hauses überwiegend im Bereich der Küche oder in Vorratskammern aufhalten. Je nach Nahrungsangebot wachsen sie schneller heran. Demzufolge setzt die Verpuppung in kürzerer Zeit ein und das Tier ist binnen weniger Wochen vollständig entwickelt. Hinsichtlich der Lebensdauer kommt es auf die Generation an: Die erste Generation erreicht eine Lebenszeit von etwa zwei Wochen. Die zweite Generation kann hingegen länger als 30 Tage leben.


Befall mit der Speichermotte erkennen

Nachdem Menschen Motten erkennen, wollen sie diese am liebsten sofort eliminieren. Zuerst ist es jedoch wichtig, die Tiere eindeutig von anderen Mottenarten in Deutschland abzugrenzen. Speichermotte, Mehlmotte, Tropische Speichermotte und Dörrobstmotte sehen sich zum Verwechseln ähnlich – leider lassen sich aber nicht alle Arten auf dieselbe Weise bekämpfen. Wer die falschen Maßnahmen ergreift, muss mit einem kontinuierlichen Anstieg der Mottenzahl rechnen. Zuerst sind alle typischen Bereiche der Larven abzusuchen. Anhand der Larven und der ausgewachsenen Tiere sowie deren Aufenthaltsort können Sie die Art schließlich bestimmen. Sobald die Speichermotte, deren Larven und Eier enttarnt sind, ist die Größe des Befalls einzuschätzen. Das geht mit den nachstehenden Verfahren.


Die richtige Überwachung der Entwicklung des Befalls

Ein zielgerichtetes Licht lockt sämtliche Mottenarten in die Falle. Je nach Anzahl ist Licht daher eine gute Möglichkeit zur Überwachung der Größe des Befalls. Fühlen sich mehr Tiere vom Licht angezogen, ist der Befall bereits ausgedehnt. Bei wenigen bis keinen Tieren geht die Population wahrscheinlich zurück. Eine weitere sichere Maßnahme zur Feststellung der Befallgröße ist das Aufstellen einer Pheromonfalle. Sie zieht männliche Vertreter der Ephestia an. Die Tiere bleiben auf der Falle haften und verenden. Weibliche Lebensmittelmotten überleben, weshalb zusätzliche Hausmittel zum Einsatz kommen sollten.


Die Schadwirkung der Motte

Die Schadwirkung ist hauptsächlich in Großbetrieben enorm. Lebensmittelmotten dringen dort bis zu einer Tiefe von nahezu 30 cm in die jeweiligen Produkte vor und fressen dieses komplett auf. Auf diese Weise zerstören sie Getreide, Schokolade und sogar Tabak. Darüber hinaus setzen die Gespinste der Ephestia Maschinen und Siebanlagen zu. Im Privathaushalt hält sich der Schaden zwar in Grenzen. Dennoch ist aufgrund der Entsorgung von mit Motten befallenen Lebensmitteln mit Mehrkosten zu rechnen.


Sind Speichermotten eine Gefahr für die Gesundheit? 

Speichermotten besitzen keinerlei für den Menschen gefährliche Verteidigungsorgane. Sie können weder beißen noch stechen. Weiterhin sind Motten nicht zur Übertragung von Bakterien in der Lage. Eine direkte gesundheitliche Gefahr geht daher nicht von ihnen aus.


Befallene Lebensmittel: Essbar oder lieber entsorgen?

Tatsächlich sind befallene Lebensmittel für den Menschen nicht giftig. Trotzdem löst der Gedanke daran bei den meisten Menschen Ekelgefühle aus. Daher sind betroffene Produkte umgehend zu beseitigen. Es ist davon abzuraten, diese einzufrieren oder großer Hitze auszusetzen.


Die Speichermotte in der Wohnung bekämpfen

Alle Mottenarten sind ein Problem, wenn sie in der Wohnung auftreten. Sobald Sie die Motten-Larven erkennen, sollten Sie sofort eingreifen. Nur so ist eine Invasion zu verhindern. Aus Unwissenheit entscheiden sich viele für chemische Mittel zur Bekämpfung der Speichermotte. Allerdings gibt es hierbei große Nachteile. Deswegen ist der Einsatz natürlicher Mittel zur Speichermotten-Bekämpfung weitaus sinnvoller und tierfreundlicher.


Biologische Möglichkeiten

Die beste Methode zur Bekämpfung der Speichermotte ist der Kauf von Schlupfwespen. Die Schlupfwespe bzw. Erzwespe versteht sich als natürlicher Feind der Speichermotte. Sie hat es auf die Larven der Tiere abgesehen. Diese Maßnahme ist daher äußerst effektiv, da sie die Schädlinge im problematischen Stadium außer Gefecht setzt. Mit der Erzwespe ist es möglich, zusätzlich die Eier der Speichermotte abzutöten. Wichtig: Die Erzwespe vernichtet nicht die Eier aller Mottenarten. Sie fokussiert sich auf die Eier von Speichermotte und Tropischer Speichermotte. Auf die Mehlmotten-Eier greift sie weniger zurück. Thermische Veränderungen bieten sich ebenso zur Bekämpfung an. Wer etwa einen Befall der Speichermotte an bestimmten Orten bemerkt, kann die betroffenen Bereiche hohen oder extrem niedrigen Temperaturen aussetzen. Bei mehrstündiger Temperaturbelastung stirbt die Speichermotte ab.


Chemische Bekämpfung

Eine weitere Option bietet sich durch Insektizide an. Diese sind äußerst gefährlich. Sie quälen das Insekt und stellen auch für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden von Haustieren eine ernsthafte Gefahr dar. Arbeiten Hausbesitzer mit Insektiziden, töten sie nicht nur die Speichermotte – gleichzeitig sterben auch andere Insekten ab.


Verhinderung eines Befalls mit Speichermotten

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einem Befall mit einem Schädling kommt. Diese vorbeugenden Maßnahmen schützen vor dem Befall mit der Speichermotte:


  • Trockene Lebensmittel nur in luftdicht verschlossenen Verpackungen lagern
  • Kontinuierliche Reinigung von Vorratsschrank und Speisekammer
  • Möglichst geringe Temperatur von Lagerbereichen
  • Kieselgur zum Schutz vor Speichermotten einsetzen
 
xSchlupwespen_lebensmittelmotten_1280x1280.webp.pagespeed.ic.f--fwN1Yb0

Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

 ✓ Völlig ungiftig und ungefährlich

 ✓ Keine Störung oder Belästigung

 ✓ Einfach und problemlos  anzuwenden

 ✓ Sehr wirkungsvoll