Kugelkäfer (Gibbium psylloides)

Der Kugelkäfer gehört ebenso wie der Messingkäfer zur Gruppe der Materialschädlinge. Der spinnenartige Käfer löst bei vielen Menschen Ekelgefühle aus. Die gefräßigen Käfer können nicht unerhebliche Schäden an vielen Materialien anrichten.

 

Aussehen

Die Käfer von fast kugelförmiger Gestalt sind bräunlich durchscheinend gefärbt. Sie sind 2 bis 3 mm lang und nicht behaart. Der Halsschild ist klein und unauffällig und verbirgt den Kopf darunter. Die deutlich gegliederten Fühler sehen fast wie Laufbeine aus. Die Käfer sind flugunfähig. Nach dem Schlüpfen wird die Larve maximal 3,5 mm lang. Sie ist engerlingsartig gekrümmt, trägt 3 Brustbeinpaare und ist nur spärlich behaart.

 

Entwicklung

Wie beim Messingkäfer beschrieben.

 

Vorkommen und Bedeutung

Der Kugelkäfer und Messingkäfer treten im gleichen Lebensraum auf und richten ähnliche Schäden an.

 

Gegenmaßnahmen

Wie auch Messingkäfer entwickeln sich Kugelkäfer hauptsächlich in alten Häusern unter den Fußbodendielen. Diesen Ort nennt man Fehlbodenfüllung. Da diese in alten Gebäuden zumeist aus organischen Material besteht, kann sie von den Käfern zur Entwicklung genutzt werden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Tiere an ihrem Entwicklungsort zu bekämpfen. Die Bekämpfungsmaßnahmen müssen sehr umfassend durchgeführt werden und das gesamte Gebäude samt aller Hohlräume erfassen. Da diese Maßnahmen relativ aufwendig und langwierig sind, sollten sie nur durch Fachbetriebe durchgeführt werden. Wer allerdings bereit ist, selbst viel Zeit und Arbeit zu investieren, kann auch mit amorphen Silikatstäuben den Befall tilgen. Zur Einbringung des Silikatstaubes in die Hohlräume sollte aber auf jeden Fall ein professionelles Stäubegerät benutzt werden.

 

Die Vorgehensweise wäre dann wie folgt

 

  • alle Hohlräume anbohren (dabei auf den Balkenverlauf achten – ca. 6 mm)
  • Türfüllungen und dergleichen nicht vergessen
  • ausreichend Silikatpulver einstäuben
  • mit Klebefallen evt. noch vorhandene Befallsherde bestimmen
  • dort, wo weiterhin Käfer auftreten, erneut stäuben – dabei auf Hohlräume achten, die noch nicht bearbeitet wurden
  • die Arbeiten müssen so lange wiederholt werden, bis keine Kugelkäfer mehr auftauchen

 

Hinweis: Amorphe Silikatstäube sind für den Menschen nicht giftig. Sie binden Feuchtigkeit, was eine Lebensgrundlage für Insekten darstellt und auf diese Weise zerstört wird. Darüber hinaus sind Silikatstäube auch in der Lage, Insekten direkt abzutöten, da sie in der Lage sind in feine Hausspalten eindringen zu können. Weitere, umfassende Informationen über die Wirkweise von Stäubepulver finden Sie auch im Schädlingsbekämpfung-Online-Shop

Weiterhin kann man mit Schlupfwespen (Lagererzwespen) wunderbar gegen den Kugelkäfer vorgehen:

Lagererzwespen werden zur rein biologischen Bekämpfung von z. B. Brotkäfern, Tabakkäfern, Kugelkäfern, Messingkäfern & weiteren Nagekäfern) eingesetzt.

Speziell an schwierigen Nischen, die sich nicht wirklich sauber machen lassen, weil man z.B. mit Kontaktinsektiziden keinerlei Möglichkeit der Bekämpfung des Schädlings hat, eignen sie sich sehr gut!

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Schlupfwespen "Lagererzwespen" gegen Brotkäfer, Tabakkäfer, Kugelkäfer, Messingkäfer

Giftfreie Bekämpfung der Schädlinge

Die Anwendung stört nicht

Effektiv gegen Käfer