Katzen (Felis catus)

Die Katze (Felis Catus) – ein Störenfried im Garten

Wir alle kennen sie: Wie federleicht klettern sie über Garagendächer, ohne auch nur ein Geräusch zu machen. Sie schleichen durch die Gärten in der Nachbarschaft und machen sich hier hoffentlich über die ein oder andere Maus her. Katzen. Während viele vernarrt in ihre Vierbeiner sind, stellen sie für einige Gartenbesitzer eine wahre Plage dar. Denn Katzen hinterlassen gerne mal ihr Geschäft in fremden Gärten und sorgen so verständlicherweise für Unmut. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, welche Probleme eine fremde Katze mit sich bringt und wie Sie die Katzen aus Ihrem Garten fernhalten können.


Ist eine Katze im Garten ein Problem?

Natürlich gilt die kleinen Pfotenträger in Europa mittlerweile als domestiziertes Haustier. Neben dem Hund hat sie sich in die Herzen tausender Menschen geschlichen. Leider haben insbesondere Draußenkatzen für Mensch und Natur auch Nachteile. Es gibt also ein paar gute Gründe, eine Katze im eigenen Garten als Schädling zu betrachten:


  • Sie hinterlassen Kot in den Beeten. Dieser besitzt einen üblen Geruch und sorgt für ekelerregende Stolperfallen im Beet und auf dem Rasen.
  • Durch Katzenkot können Krankheiten übertragen werden. Der Kot von fremden (freilaufenden) Katzen kann nämlich mit Würmern und Parasiten gespickt sein. Kommen nun die eigenen Haustiere, die Kinder oder man selbst mit Ihnen in Berührung, kann eine Übertragung der Keime und Bakterien stattfinden. Das ist auch möglich, wenn Kot in direkter Nähe zum eigens angebauten Gemüse abgelegt wird. Auch im Sandkasten in Katzenkot ein Hygienerisiko für spielende Kinder.
  • Sie können Pflanzen im Garten Schaden zufügen. Durch ausgiebiges Faulenzen in der Sonne und das Schleichen quer durch die Beete werden Stängel und Co. häufig umgeknickt oder plattgelegen.
  • Sind viele Katzen in der Nachbarschaft unterwegs, kann sich dies auf die Vogelbestände auswirken. Schließlich stammen Katzen von Raubtieren ab und jagen nicht nur Mäuse, sondern ebenso Vögel.


Sie sehen: Eine oder gleich mehrere Katzen im eigenen Garten können durchaus ein Problem darstellen. Sie müssen sich also nicht schlecht fühlen, wenn Sie den ungebetenen Besuch verjagen möchten. Aber wie kann man eine fremde Katze vertreiben?


Die Vielfalt der Katzen: Arten und Verhalten

Natürlich weiß jeder, wie eine Katze aussieht. Im heimischen Garten können sich verschiedene Hauskatzen tummeln. Meist handelt es sich um die Falbkatze oder auch Hauskatze.

Ein ausgewachsenes Tier erreicht eine Körperlänge von bis zu 46 cm (ohne Schwanz). Die Schulterhöhe liegt in der Regel zwischen 23 und 25 cm. Das Gewicht von Katzen hängt jeweils von der Rasse und dem Alter ab. Die Durchschnittskatze wiegt ca. 4 Kilogramm. Die Fellfarben sind individuell und reichen von Weiß über bunt gefleckt bis hin zu tiefem Schwarz. Es gibt auch Katzen ohne Fell, sogenannte Nacktkatzen – diese kommen jedoch nur sehr selten vor. Normalerweise hat eine Katze sehr dichtes, weiches Fell. Die Ohren stehen dreiecksförmig nach oben und besitzen eine sanfte Rundung an den Spitzen.

Insbesondere im Winter kann man die Haustiere nicht nur direkt sehen, sondern auch anhand ihrer Pfotenabdrücke im Schnee erkennen: Eine Katzenpfote besteht aus einem großen, mittigen Ballen und vier kleinen Zehenballen. Der Abstand zwischen den einzelnen Ballen ist relativ groß. Oberhalb dieser Ballen kann man feine Krallenabdrücke sehen. Während etwa eine Hundepfote symmetrisch angeordnet ist, sind die Zehenballen der Katze asymmetrisch – eine Vorderzehe liegt immer weiter vorn als die anderen. Diese Merkmale weisen nicht nur die Pfotenabdrücke von Hauskatzen auf, sondern auch die der Wildkatze und vom Luchs.


Katze erkennen – Unterschiede zu wilden Tieren & dem Luchs (lat. Lynx)

Natürlich kann sich neben der Hauskatze vom Nachbarn auch ein wilder Plagegeist in Ihren Garten schleichen und dort übel riechenden Kot hinterlassen. In Deutschland ist die Wildkatze heutzutage mit knapp 5.000 bis 7.000 Exemplaren relativ selten. Am häufigsten kommen die Artgenossen der Hauskatze in der Eifel, dem Harz, dem Taunus und anderen Wald- bzw. Gebirgsgebieten vor. Normalerweise scheut sie dicht besiedelte Gebiete und lebt menschenscheu und zurückgezogen im Wald. Trotzdem kann es vorkommen, dass eine Wildkatze sich in Ihren Garten verirrt – insbesondere, wenn Sie sehr waldnah wohnen. Die Wildkatze steht unter Naturschutz und wird laut der Roten Liste gefährdeter Tierarten gelistet. Aber kann man sie von einer Hauskatze überhaupt unterscheiden?

Selbst Profis fällt es manchmal schwer, die Tiere auseinanderzuhalten, denn sie stammen beide von der Falbkatze ab. Trotzdem gibt es einige Merkmale, anhand derer Sie eine Wildkatze erkennen können:


  • Im Gegensatz zu den gezüchteten Haustieren besitzt eine Wildkatze weniger glänzendes Fell mit einer schwächeren Zeichnung.
  • Wildkatzen haben in der Regel längere Haare als die Hauskatzen.
  • Während die normalen Haustiere vom Nachbarn einen eher feinen, kleinen Kopf hat, ist der einer Wildkatzen rund, mit einer breiten Schnauze.
  • Da die Haare länger sind, wirken die Ohren kürzer als bei der Hauskatze.


Der Luchs – hoher Besuch in Ihrem Garten?

Haben Sie Pfotenabdrücke in Ihrem Garten entdeckt, handelt es sich meist um die einer normalen Hauskatze aus der Nachbarschaft. In außergewöhnlichen Fällen kann es jedoch auch sein, dass sich besonderer Besuch in Ihren Garten verirrt hat: der Luchs. Auch er gehört zu den katzenartigen Raubtieren und ist neben der Wildkatze in Deutschland die einzige wild lebende Katzenart.

Sein Fell besitzt eine graugelbe bis rötliche Färbung und ist mit dunklen Flecken versehen. Im Gegensatz zum domestizierten Haustier wird ein Luchs bis zu 15 Kilogramm schwer und erreicht eine Körperlänge von 80 bis 120 Zentimetern. Ein weiteres deutliches Unterscheidungsmerkmal sind die Ohren: An ihrer Spitze sind jeweils lange, dunkle Pinselhaare, die in die Höhe stehen.


Wo leben Katzen, wie der wilde Luchs?

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Luchs in Ihren Garten schleicht, ist relativ gering. Die Tierart ist vom Aussterben bedroht und in Deutschland aktuell nur in den Wäldern Thüringens beheimatet.


Was hilft gegen das fremde Haustier im Garten? Katzen vertreiben – aber schonend

Fremde Haustiere oder kleinere Wildtiere im Garten sorgt bei so manchem grünen Daumen für Verzweiflung und großen Ärger. Schließlich schädigt die Katze nicht nur die Pflanzen, sondern ihr Kot riecht unangenehm und stellt ein hygienisches Risiko dar. Hat die Katze einmal den Garten als Revier markiert und festgelegt, kommt sie meist regelmäßig wieder. Aber was kann man tun, um sie zu vertreiben?


Katzen aus dem Garten vertreiben – Vorsicht ist angesagt

Egal, wie sehr Sie sich aktuell über den unerwünschten Besuch aufregen: Sie sollten nicht zu brutalen Mitteln greifen, um das Tier zu vertreiben. Weder giftige Substanzen noch Scherben oder Stacheldraht im Beet sind humane Mittel, um die Katze fernzuhalten. Denken Sie stets daran, dass Sie durch solche Methoden die Tiere schlimmstenfalls quälen. Ist eine Katze verletzt, zieht sie sich zurück – nicht unbedingt in ihr Zuhause, vielleicht auch unter einen Busch in der Nähe. Gerade große Verletzungen bleiben dann unbehandelt und das Tier kann verenden.


Was hilft gegen Katzen im Garten? – 8 smarte Tipps:


  1. Nutzen Sie Gerüche. Nicht nur die Katze kann Gerüche in Ihrem Garten verursachen – auch Sie selbst können dies tun, und damit den Störenfried fernhalten. Wie Hunde auch besitzen Katzen eine sehr ausgeprägte Nase. Dementsprechend nehmen sie unangenehme Gerüche noch intensiver wahr. Und genau das können Sie sich zunutze machen. Aromen wie Chili, Knoblauch, Zwiebeln, Menthol, Nelken und grundsätzlich ätherische Öle können dafür sorgen, dass die Katze Ihren Garten schnell als unattraktiv ansieht.
  2. Pflanzen Sie clever. Tatsächlich gibt es mittlerweile eine Pflanze, die Menthol-Duft verströmt. In den Beeten eingesetzt schreckt sie Katzen ab und kann dafür sorgen, dass Ihr Beet nicht mehr als Katzenklo missbraucht wird. Aber Vorsicht bei anderen Haustieren: Auch Hunde und Kaninchen werden von diesem Geruch abgeschreckt.
  3. Spezielle Abwehrmittel gegen Katzen können ebenso helfen. Sprays, Pulver und Co. versprühen in der Regel einen Duft, der für die Vierbeiner unangenehm ist. Sie sind jedoch mit etwas Arbeit verbunden, denn meistens müssen sie nach einem Regenguss erneut ausgebracht werden.
  4. Kaninchendraht im Beet ist eine weitere Möglichkeit, um zu verhindern, dass Katzen dort ihr Geschäft erledigen. Nach der Aussaat im Frühling können Sie ein Drahtgitter auf das jeweilige Beet legen. Da Katzen gerne scharren und Ihren Kot vergraben, wirkt das Beet so weniger interessant.
  5. Schirmen Sie Ihren Garten ab. Um grundsätzlich dafür zu sorgen, dass Katzen Ihren Garten gar nicht erst betreten können, eignen sich einige Zäune und Hecken. Speziell dichte Dornenhecken machen es den Katzen ungemütlich. Falls Sie Ihr Grundstück bereits umzäunt haben, können Sie auf dem Rand des Zaunes glatte Kunststoffrohre anbringen. Diese verhindern, dass die Katze auf dem Zaun sitzen kann.
  6. Verwenden Sie spezielle Ultraschall-Geräte. Diese geben einen Ton ab, den wir Menschen nicht wahrnehmen. Für Katzen jedoch ist er sehr unangenehm. So fühlt sich die Katze in Ihrem Garten weniger wohl.
  7. Machen Sie sich Wasser zunutze. Wussten Sie, dass Katzen wasserscheu sind? Das können Sie sich zum Vorteil machen. Einerseits können Sie jede Katze, die sich nähert, mit einem Wasserschlauch besprühen und so verscheuchen. Natürlich ist das sehr zeitaufwendig. Alternativ eignet sich ein sogenannter Reiherschreck. Dieser spritzt mit Wasser, sobald sich ein Tier nähert.
  8. Mögen Sie Hunde? Falls Sie grundsätzlich schon länger darüber nachdenken, einen Hund in Ihr Zuhause aufzunehmen, schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche: Der Hund wird Ihr neues Familienmitglied und hält gleichzeitig Ihren Garten frei von unerwünschten Haustieren. Die meisten Katzen können Hunde nämlich nicht ausstehen.


Katzen aus Garten vertreiben – so werden Sie die Fremdlinge los

Sie sehen: Es gibt viele verschiedene Methoden, um die Fremdlinge im Garten loszuwerden. Während das Anpflanzen bestimmter Grünpflanzen mit ätherischen Ölen eine sehr natürliche Methode ist, bieten Reiherschreck und Kaninchendraht einige weitere Möglichkeiten, die jedoch auch für Sie als Gartenliebhaber auffälliger sind. Welche Methode kommt für Sie infrage?

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